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30.05.2020

"Bei jeder Person mit der wir in Kontakt kommen, stellen wir sicher, dass es unser Ziel ist, mit ihr eine bestimmte Qualität von Verbindung aufzubauen. Es geht nicht darum, dass wir bekommen was  wir wollen. Wir versuchen nach einem anderen Wertesystem zu leben."

Marshall Rosenberg

Bedürfnisse - was mir gerade wichtig ist...

Gefühle - sie sind so vielfältig wie die Farben. Gefühle in unseren Wortschatz aufnehmen macht das Leben bunt und reich

Gewaltfreie Kommunikation

"Die Sprache des Herzens wieder entdecken"

Mit dem Modell der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg Ph.D. ist es möglich Konflikte zu lösen, Kooperationbereitschaft zu fördern und Gespräche auf Augenhöhe zu führen. Marshall Rosenberg hat dazu einen Leitfaden entwickelt. Dieser lässt sich in verschiedenen Gesprächssituationen effektiv anwenden.  Die wesentlichen Elemente im Überblick:

  • Was genau ist geschehen? Beobachtungen zu beschreiben, möglichst objektiv
  • Und wie denke ich darüber? Die eigenen Gedanken und Bewertungen herausfinden
  • Wie geht's mir damit? Die eigenen Empfindungen spüren, die mit dem Geschehen in Verbindung stehen
  • Was bräuchte ich? Die dahinter liegenden Bedürfnisse, Wünsche und Werte erkennen
  • Gibt es etwas, worum ich die andere Person konkret bitten könnte?

2003 lernte ich Marshall Rosenberg kennen und schätzen. Sein Ansatz der Konfliktlösung und seine Art es zu vermitteln haben mich sofort begeistert. Grundlegende Impulse konnte ich von ihm persönlich aufnehmen - und dafür spüre ich tiefe Dankbarkeit und Glück. Im Februar 2015 verstarb Marshall Rosenberg und hinterlässt ein großes "Erbe".
 Auch von verschiedenen anderen Trainerinnen und Trainern habe ich seither gelernt, mich weitergebildet und meine Trainings ganz individuell werden lassen. Wegweisend war für mich die Begleitung meiner Mentorin Isolde Teschner, die Marshall Rosenberg vor vielen Jahren nach München brachte. Wir haben 2007 gemeinsam mit zwei GFK-Kollegen ein Training in Palästina verwirklicht. 

Ich erlebe es immer wieder als Bereicherung, in einem Kommunikationsprozess zu bleiben, auch in unangenehmen Situationen den eigentlichen Bedürfnissen und Gefühlen auf die Spur zu kommen. Das herauszufinden, finde ich spannend, herausfordernd und oft heilsam.
Einfühlungsvermögen ist eine großartige Qualität: ausgesprochen – oder im Stillen. Manchmal finde ich es einfach auch wichtig, mit Selbstempathie gut auf die eigenen Bedürfnisse zu hören.

Wie ich die Gewaltfreie Kommunikation verstehe – ich bevorzuge meist den Begriff "Wertschätzende Kommunikation", weil es eher ausdrückt, worum es hier geht – handelt es sich nicht um eine Kommunikations – Technik. Vielmehr ist es eine innere Haltung – sich selbst  und dem Gesprächspartner gegenüber.

Meine Trainingserfahrungen mit verschiedenen Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen:

  • Firmen und Soziale Einrichtungen
  • Eltern
  • Lehrkräfte und Schulklassen
  • Erzieherinnen, pädagogische Fachkräfte
  • Paare
  • Studierende
  • Gruppen, Vereine, Selbsthilfegruppen
  • Fachkräfte in der Psychiatrie
  • Bürgerbewegungen, NGO's

Ich arbeite in Einzelgesprächen, biete Mediationen an, gebe freie Seminare und biete Seminare und Schulungen nach Auftrag an. Dabei gehe ich individuell auf meine Teilnehmer ein – ich hole sie "dort ab, wo sie gerade stehen".

links zur GFK:

www.gewaltfrei-muenchen.de  (in diesem Netzwerk bin ich Mitglied)

www.gewaltfrei-dach.eu

www.cnvc.org

DIE GESCHICHTE VOM KRIEGER

Ein großer starker Krieger kam zu einem Weisen, um einen Rat zu erhalten. "Weiser Mann", sagte er mit einer Stimmer, die an unbedingten Gehorsam gewohnt war, " lehre mich, wie man in den Himmel kommt, und wie in die Hölle".
"Der Weise schaute den Krieger an und sagte verächtlich:"Dich lehren? Du kannst überhaupt nichts lernen. Du stinkst! Dein Schwert ist verrostet. Du bist eine Schande für alle Krieger! Geh mir aus den Augen! Ich kann dich nicht länger ertragen."
Der Krieger begann zu zittern und wurde rot vor Zorn. Er nahm sein Schwert heraus und wollte gerade den Weisen erschlagen."...Dies ist der Eingang zur Hölle", sagte der ruhig. Der Krieger verstand augenblicklich. Er war gerührt, weil der Weise bereit gewesen war,sein Leben zu opfern, nur um ihm den Weg in die Hölle zu zeigen. Langsam steckte er sein Schwert zurück in die Scheide, überwältigt von Ehrfurcht und plötzlichem Frieden.
"...und dies ist der Eingang zum Himmel", sagte der Weise sanft.